Dauerausstellung

Krieg und Frieden – Militär in Bayern 1870-1914

Armeemuseum im Neuen Schloss

  • © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Luise Wagener)
    Laden eines Geschützes in der Ausstellung "Krieg und Frieden. Militär in Bayern 1870-1914" im Bayerischen Armeemuseum

    Mit der Dauerausstellung „Krieg und Frieden“ präsentiert das Bayerische Armeemuseum die Jahre zwischen 1870 und 1914. Eine Vielzahl von historischen Objekten, Inszenierungen und digitalen Zugängen vermitteln den Eindruck von einer Zeit im Umbruch.
    Der Krieg von 1870/71 stand an der Schwelle zwischen einer althergebrachten Kriegführung und den industrialisierten Kriegen des 20. Jahrhunderts. Klassische Reiterattacken fanden noch statt, entschieden aber wurde der Krieg bereits durch moderne Artillerie sowie durch den Einsatz von Eisenbahn und Telegraphen. Stellvertretend für diese so gegensätzlichen Tendenzen stehen in der Ausstellung ein durchschossener Brustpanzer für Reiter und eine Ballonkanone, das erste Luftabwehrgeschütz überhaupt.

    Das Ergebnis des Krieges veränderte die politische Landkarte: Das Königreich Bayern ging im deutschen Kaiserreich auf. Seine Armee konnte es behalten, doch wurde sie nun zu einem Teil des Reichsheeres. Die vier Jahrzehnte der Friedenszeit bis 1914 waren von einem rasanten Wandel in Militär und Gesellschaft geprägt. Mochte die Armee mit ihren bunten Uniformen und ihrem repräsentativen Gepränge äußerlich noch wirken wie tief im 19. Jahrhundert, so passte sie sich doch den umwälzenden Veränderungen in der Waffentechnik an.